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HPV

Impfen schützt

Impfen schützt
  • Die HPV Impfung.

Welche Risiken eine Ansteckung für Mädchen und Jungen birgt und was eine HPV-Impfung bewirken kann.

Humane Papillomviren sind die weltweit am häufigsten sexuell übertragenen Viren. Vielen Teenies, aber auch Eltern ist dies jedoch kaum bewusst – auch, wie hoch beim Gechlechtsverkehr das Risiko ist, sich mit HPV anzustecken. Vor allem die Gruppe der 16- bis 25-Jährigen ist angesichts häufig wechselnder Sexualpartner besonders betroffen – wobei dazu nicht zwingend penetrierender Geschlechtsverkehr stattfinden muss. Die Viren sind auch durch Schmierinfektion übertragbar. Derzeit gibt es rund 30 genitale HPV-Typen, die in High- Risk- und Low-Risk- HPV unterteilt werden. Während letztere Gruppe eher harmlos ist und Feigwarzen verursachen kann, sind High-Risk-Viren in der Lage, Zellveränderungen in drei Vorstufen auszulösen. Diese können nach etwa acht Jahren zu Gebärmutterhalskrebs führen. Aber auch rund 50 Prozent des Scheiden- oder Vulvakrebs werden durch HPV ausgelöst. Bei Männern sind dagegen vor allem Penis- und Analkrebs zu nennen, genauso wie Krebs im Nasen- und Rachenraum.

Aufklärung ist die beste Prävention

Doch was tun? Der beste Schutz vor beiden HPV-Typen ist die seit dem Jahr 2007 empfohlene Impfprophylaxe. Lässt man sich impfen, sinkt die Wahrscheinlichkeit für Feigwarzen quasi auf null. Für Gebärmutterhalskrebs ist sie um 90 Prozent reduziert. Doch auch Jungen wird seit dem Jahr 2015 die HPV-Impfung nahegelegt. Der dafür ideale Zeitpunkt ist vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Wichtig zu wissen: Gemäss aktueller Zahlen wären neun von zehn HPV-Infektionen vermeidbar. Was es deshalb braucht, ist vor allem eine verbesserte Aufklärungsarbeit, wie die Viren übertragen werden. Insbesondere auf den Schulen und ihren Schulärztinnen und -ärzten ruht deshalb die Hoffnung, welche seit Jahren versuchen, Jugendliche und Eltern vom Nutzen einer HPV-Impfung zu überzeugen.

veröffentlicht: 11.09.2023