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Arbeitswelt

Karriere 2023: Das Gehalt ist nicht alles

Karriere 2023: Das Gehalt ist nicht alles
  • Ein Traumjob muss heute auch Flexibilität bieten.

Bei Karriereplanung und Jobsuche ist das Thema Geld inzwischen längst nicht mehr der einzig entscheidende Aspekt. Was aber erwarten potenzielle Mitarbeitende zusätzlich von den Schweizer Unternehmen?

Passende Fachkräfte sind bekanntlich immer schwerer zu finden. Damit Unternehmen Wünsche und Ziele potenzieller Mitarbeitender besser verstehen, sind Studien wie die repräsentative «employer brand research 2022» hilfreich. Der grosse internationale Personaldienstleister randstad hat dafür weltweit 163’000 Personen sowie 5’944 Unternehmen befragt. Aus den Ergebnissen lassen sich unter anderem sogenannte «Top-Treiber», die am meisten genannten Wünsche der Befragten, ableiten.

Wünsche und Bedürfnisse

Von den Teilnehmenden aus der Schweiz wurde zwar ein «attraktives Gehalt und weitere Leistungen» am häufigsten als wichtigster Punkt genannt, nämlich von 69 Prozent der Befragten. Aber ganz knapp dahinter, mit 68 Prozent, findet sich bereits der Wunsch nach einer angenehmen Arbeitsatmosphäre. Vor allem den Frauen (73 Prozent) und 35 bis 54-Jährigen (70 Prozent) ist das Betriebsklima sehr wichtig. Auf Platz drei und vier der Top-Treiber folgen die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie die Arbeitsplatzsicherheit (jeweils 64 Prozent). Bei einer Online-Umfrage unter 390 «karrierebewussten Personen» der Portale Karriere.ch und Ausbildung-Weiterbildung.ch (2022) landete «das gute Betriebsklima» sogar auf Platz eins der Wunschliste.

Karriere 2023: Das Gehalt ist nicht alles
  • Die meisten verstehen unter einer guten Arbeitsatmosphäre wohl einen dauerhaft angenehmen Umgang sowohl unter den Kollegen als auch mit den Vorgesetzten.

Weiche Faktoren

Das Betriebsklima könnte also der Türöffner sein. Allerdings wird dies eher subjektiv wahrgenommen und sehr unterschiedlich bewertet. Die meisten verstehen unter einer guten Arbeitsatmosphäre wohl einen dauerhaft angenehmen Umgang sowohl unter den Kollegen als auch mit den Vorgesetzten. Einen Hinweis, dass es in der Praxis offenbar immer noch nicht einfach ist, solch einen perfekten Arbeitsplatz zu finden, könnte man ebenfalls aus der letztgenannten Umfrage herauslesen. Hier hatten 47 Prozent angegeben, sich einen Jobwechsel vorstellen zu können. Perspektiven der Karriere Doch was erwarten Menschen, die – neben dem gutbezahlten und angenehmen Arbeitsalltag – auch an der Karriere interessiert sind. Für sie sollte ein optimaler Arbeitgeber auch Perspektiven zu Aufstiegsmöglichkeiten und mehr Verantwortung bieten. Die Randstad-Studie stellt hierzu fest, dass das persönliche Karrierewachstum für mehr als die Hälfte der schweizerischen Belegschaft (55 Prozent) von grundlegender Bedeutung sei. Lebensunterhalt versus Lifestyle Aber auch die Werte jenseits von Karriere und Einkommen, nämlich die Familie, Sport, Hobbies oder privates oder soziales Engagement gewinnen an Bedeutung. Die randstad-Umfrage attestiert: «Work- Life-Balance und Arbeitsplatzsicherheit sind unter den Schweizer Arbeitskräften gleichermassen wichtig». Sie wird als einer der wichtigsten Faktoren bei der Wahl des Arbeitgebers genannt. Es beginnt schon mit dem wohnortnahen Arbeitsplatz und Homeoffice. Dazu wünschen sich viele eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, wie etwa Gleitzeit-Regelungen, Arbeitszeitkonten oder eine Vier-Tage-Woche bis hin zur Altersteilzeit.

Womit Firmen punkten können

Die Macher der Randstad-Studie sehen im Thema der flexiblen Arbeitsregelungen in jedem Fall eine «Schlüsselmassnahme für Schweizer Arbeitgeber». Solche Wünsche potenzieller Mitarbeitenden ernst zu nehmen, wird in Zeiten des Fachkräftemangels oft zu einem überlebenswichtigen Aspekt der Unternehmensführung. Durch eine deutlichere Arbeitgeberpositionierung (Employer Value Proposition, EVP) sowie eine bestimmte Form der Unternehmensvermarktung (Employer Branding) versuchen manche Firmen nun noch gezielter passendes Personal zu erreichen und auch langfristig an sich zu binden. Für passend qualifizierte Arbeitnehmende könnte die Zukunft also durchaus vielversprechend aussehen.

veröffentlicht: 18.10.2023