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Interview

Mobilität zu erhalten, ist ein erreichbares Ziel

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Pro Stunde ereignen sich zwei osteoporotische Wirbelkörperbrüche. Oft hört man, dass der Bruch nicht so schlimm sei. Dr. Kai Sprengel klärt auf.

Kontakt

PD Dr. med. Kai Sprengel FEBS, Facharzt für Chirurgie und Orthopädie

Praxis für spezialisierte orthopädische Traumatologie & Wirbelsäulenmedizin (medOT)

E-Mail: medot@hin.ch

Web: www.medot.ch

Dr. Sprengel, Osteoporose ist häufig der Grund für Brüche am Becken oder der Wirbelsäule. Wie lässt sich Knochenschwund diagnostizieren?
Nach den Wechseljahren und bei Risikofaktoren, wie ungenügendem Sonnenlicht- und Kalziumzufuhr oder speziellen Dauermedikamenten, empfiehlt sich eine Knochendichtemessung. Nach jedem Bruch im hohen Alter sollte hiernach grosszügig geschaut werden.

Wie wird ein solcher Bruch erkannt?
Bei sich nicht bessernden Schmerzen sollte zunächst eine Röntgenuntersuchung durchgeführt werden. Wenn die Schmerzen bestehen bleiben, ist ein MRI angezeigt, am Becken gegebenenfalls noch eine Computertomografie, da die Brüche nur so komplett zu sehen sind.


Welche Überlegungen gilt es bei der Therapie abzuwägen?
Je länger die Mobilität eingeschränkt ist, desto eher entstehen dauerhafte Defizite. Ziel ist es zunächst, die Beweglichkeit durch Schmerzmedikamente sowie Verhaltensmassnahmen zu erhalten. Gelingt dies nicht innerhalb einiger Tage, sollte ein operativer Eingriff geprüft werden.


Wie können Sie minimalinvasiv helfen?
An der Wirbelsäule ist das Einbringen von Zement, auch Kyphoplastie genannt, über kleine Schnitte eine nachweislich effektive Massnahme. So ist eine rasche Schmerzlinderung möglich. Am Becken gelingt dies mit 3D-navigierten langen Schrauben, welche sich minimalinvasiv sicher einbringen lassen.


Warum ist ein rechtzeitiges Eingreifen wichtig?
Kommt es zu einem «Witwenbuckel» oder einer Verschiebung des Beckenbruchs, müssten grössere Eingriffe vorgenommen werden. Diese bringen ein höheres Risiko mit sich. Daher akzeptiert man eher die Fehlstellung und die Restbeschwerden, womit jedoch das Risiko für weitere Brüche an der Wirbelsäule steigt und die Lebensqualität unnötig dauerhaft gemindert wird.

veröffentlicht: 25.11.2022