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Gynäkologische Krebsleiden

Warum braucht es Gynäkologische Krebszentren?

Autor: Prof. Dr. med. Mathias Fehr und Dr. med. Markus Kuther | Branded Content

Warum braucht es Gynäkologische Krebszentren?
  • Gynäkologische Krebsleiden kommen häufiger vor als man denkt

Gynäkologische Krebsleiden sind weniger häufig als Brustkrebs, benötigen aber ebenso eine individualisierte Therapie und Betreuung.

Kontakt

Gynäkologisches Krebszentrum Thurgau

Prof. Dr. med. Mathias Fehr

Dr. med. Markus Kuther

Web: www.stgag.ch

Die Etablierung von Brustkrebszentren in der Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte. Brustkrebs ist der häufigste Krebs der Frau und die Gründung von Qualitäts-kontrollierten Brustzentren führte dazu, dass schweizweit keine Frau mit Brustkrebs ausserhalb eines solchen Kompetenzzentrums mit internationalen Standards behandelt wird.

Warum braucht es Gynäkologische Krebszentren?
  • Fluoreszie­rende Lymphbahnen, welche zum Wächterlymph­knoten an der Beckenwand führen.

Eierstockkrebs hat von den gynäkologischen Krebsleiden die höchste Sterblichkeitsrate, da er meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird. Eierstockkrebs muss möglichst vollständig operativ entfernt werden, weshalb die Operation durch einen speziell ausgebildeten gynäkologisch-onkologischen Chirurgen erfolgen soll. Verbleibende, nicht sichtbare Tumorzellnester sollen mit der folgenden Chemotherapie eliminiert werden. Zudem wird der Tumor auf gewisse Eigenschaften molekulargenetisch untersucht und aufgrund dieser Resultate kann eine individualisierte Erhaltungstherapie erfolgen, welche die Rückfallgefahr weiter senken kann. Gebärmutterschleimhautkrebs wird heute minimalinvasiv operiert (Schlüssellochtechnik) und die Lymphknoten mit der Wächter-Lymphknoten-Technik auf Tumorbefall untersucht. Dadurch lassen sich Nebenwirkungen vermeiden bei zuverlässiger Information, ob die Lymphknoten befallen sind oder nicht. Auch beim Hautkrebs des Scheideneingangs und beim Gebärmutterhalskrebs wird diese Wächterlymphknoten-Markierung angewandt, auf welcher dann die Indikation einer Nachbestrahlung beruht.


Die Politik hat mit der Verordnung zur hochspezialisierten Medizin bereits die Weichen gestellt zur zentralisierten Behandlung des Eierstock-, Gebärmutterhals- und Scheideneingangskrebses. Zertifizierte Gynäkologische Krebszentren wollen jedoch nicht nur die medizinischen Standards auf höchstem internationalem Niveau halten, sondern auch die individuelle Betreuung der Patientinnen durch spezialisierte Pflege (Gyni-Care Nurses), Psychoonkologinnen und genetische Beratung allumfassend sicherstellen.

veröffentlicht: 24.06.2022