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Brustkrebs

«Herzschmerz» als Ursache?

Autor: Lena Winther | Branded Content

Warum so viele Frauen an Brustkrebs erkranken, dafür gibt es ganz unterschiedliche Gründe. Schweizer Mediziner haben nun eine mögliche neue Ursache entdeckt,
die mit einer Herzerkrankung zu tun hat:

Regula Z. ist 48 Jahre alt, alleinerziehende Mutter eines Sohnes in der Pubertät, beruflich als Projektmanagerin erfolgreich. Alles lief weitestgehend rund in ihrem Leben, bis zu jenem Augenblick, in dem ihr der Atem stockte. Es war der Moment der Diagnose Brustkrebs. Warum ausgerechnet ich? Wie sage ich es meinem Sohn? Braucht es eine Chemotherapie? Muss ich sterben? Diese mit Angst besetzten Fragen schossen ihr durch den Kopf. So geht es nicht wenigen Frauen in der Schweiz: Laut Krebsliga sind es etwa 6’200, die jährlich neu an Brustkrebs erkranken. Damit ist Brustkrebs die beim weiblichen Geschlecht mit Abstand häufigste diagnostizierte Krebserkrankung – auch weltweit, so die Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die auch unter dem Begriff Mammakarzinom (lateinisch mamma «Zitze, Brust; weibliche Brustdrüse») bekannte Erkrankung ist allerdings nicht die gefährlichste unter den Krebsarten, zudem stehen die Heilungschancen dank spezieller Therapien heute gut.

Ab 50 steigt Risiko deutlich

«Warum ich?» ist eine Frage, auf die selbst Fachleute kaum eine eindeutige Antwort geben können, da mehrere Ursachen infrage kommen. Fakt ist: Das Risiko steigt mit dem Alter, jedoch erst ab dem 40. Lebensjahr und insbesondere ab dem 50. Lebensjahr. Die eigentlichen Ursachen für Brustkrebs sind nicht bekannt. Es gibt jedoch eine Vielzahl an Risikofaktoren wie eine Hormontherapie, Rauchen, fettreiche Ernährung, Vererbung und Übergewicht. Neuere Studien haben aber auch andere Ursachen unter Verdacht: so zum Beispiel das «Broken-Heart-Syndrom», auch Takotsubo-Syndrom genannt.

Achtung, «gebrochenes Herz»

Hinter dieser Art von Syndrom verbirgt sich weit mehr als Liebeskummer, nämlich eine Erkrankung beziehunsgweise Lähmung des Herzmuskels, deren Symptome einem Herzinfarkt ähneln. Es besteht nicht nur ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko, sondern auch für Krebserkrankungen, allen voran Brustkrebs. Dies hat ein Forscherteam um den Kardiologen Christian Templin vom Universitätsspital Zürich im Rahmen einer Analyse von Daten von insgesamt 1‘604 am Takotsubo-Syndrom erkrankten Menschen aufgedeckt. Am häufigsten tritt diese Krankheit bei Frauen nach den Wechseljahren auf – mit emotionalem Stress als häufigsten Auslöser, so das Ergebnis einer Untersuchung des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) in Berlin. Um die Verbindung zwischen Broken-Heart-Syndrom und Krebs besser verstehen zu können, seien allerdings noch weitere Forschungsbemühungen nötig, resümieren die Schweizer Studienautoren im Fachmagazin «Journal of the American Heart Association».
Wichtig: Früherkennung und Support

Ob bei der jährlichen Routineuntersuchung beim Gynäkologen oder durch selbstständiges Abtasten zu Hause: Brüste sollten regelmässig unter die Lupe genommen werden, um etwaige Veränderungen im Brustgewebe festzustellen. Früherkennung ist das A und O und erhöht die Heilungschancen: Sie liegen im Frühstadium bei etwa 80 Prozent. Dennoch gibt es auch Betroffene, die den Kampf gegen den Brustkrebs verlieren. In der Schweiz erliegen jährlich 1‘400 Frauen der heimtückischen Krankheit, die auf leisen Sohlen kommt. Die Angst vor dem Tod, aber auch vor den strapaziösen Therapien, begleitet die Frauen – vom Schockmoment der Diagnose an über die Zeit der Therapie bis über die Heilung hinaus. Denn der Krebs kann bekanntlich wiederkommen. Umso wichtiger ist eine professionelle Unterstützung, die Betroffene von Beginn an psychisch auffängt, Unsicherheiten durch Informationen beiseiteschafft und bei wichtigen Entscheiden hilft. Ebenso hilfreich kann der Austausch mit anderen Betroffenen sein und sich im Kampf gegen den Brustkrebs selbst stark zu machen.

 

 

veröffentlicht: 21.10.2021